Stamm Wildgänse Sankt Anna

 Jahresaktion 2012 "Aktion 12 - Abenteuer möglich machen!"

        

Wir werden aktiv für Andere

Mit der aktion12 können wir uns nicht nur mit Kinder- und Jugendarmut auseinandersetzen, sondern wir können ganz konkret anderen Menschen hier vor Ort helfen.

Durch Projekte und Kooperationen vor Ort sowie durch die Spenden können wir ein Zeichen ideeller und materieller Unterstützung setzen und die pfadfinderische Auffassung von Verantwortung in der Welt und für die Welt ausdrücken.

Nächste Aktion: 03.06.2012 auf dem Kinderkulturfest der Stadt Düren!



Diese Projekte unterstützen wir:

Wir möchten Kindern und Jugendlichen aus armen Familien ein Pfadfinderlager ermöglichen.
       

Der Spaghetticlub in Hamm versorgt mehrmals die Woche Kinder mit einem warmen Mittagessen.





Kinder- und Jugendarmut in Deutschland

Was ist Armut?

In Deutschland sind Einkommen und Besitz ungleich verteilt. Es gibt einige wenige Reiche, viele mit mittlerem Einkommen und leider einige, die wenig Geld haben. Glücklicherweise gibt es bei uns ein Sozialnetz, das verhindert, dass Menschen in Deutschland verhungern müssen. Jedoch heißt das nicht, dass man ein Leben führen kann, das mit dem Leben von Menschen vergleichbar ist, die ausreichend Geld haben. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es wichtig dabei zu sein und dazu zu gehören. Wer es sich nicht leisten kann, kann nicht mitmachen. Schwimmbad, Sportverein, Kino, coole Klamotten, immer mal wieder ein Ausflug und erst recht das Sommerlager.
Auch um in der DPSG mitmachen zu können, braucht man Geld.

Was bedeutet „absolute Armut“?

Absolute Armut heißt, dass das Einkommen nicht für die Existenzsicherung ausreicht. Das bedeutet, lebenswichtige Grundbedürfnisse können nicht gestillt werden (Ernährung, Unterkunft, ärztliche Versorgung usw.). Nach der Definition der Weltbank gilt als absolut arm, wer weniger als 1,25 US$ pro Tag zur Verfügung hat. 

Was bedeutet „relative Armut“

In Europa gelten Menschen als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens ihres Haushaltstyps verfügen. Bei Alleinstehenden sind das in Deutschland 913 Euro im Monat, bei Familien mit zwei Kindern unter 14 Jahren 1.917 Euro (nach EU-SILC, Stand 2008). Diese Grenze beschreibt die Armutsrisikoquote.

Wer ist arm?

In Deutschland gibt es Hochrechnungen zufolge 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche, die vom Risiko betroffen sind, in relativer Armut zu leben. Das bedeutet, dass sie weniger als 60% des mittleren Nettoeinkommens zur Verfügung haben. Sie sind „relativ“ arm, weil sie im Verhältnis zu den anderen um sie herum arm sind.
Die Zahlen, wie viele Menschen das betrifft, sind allesamt Hochrechnungen und je nach Berechnung sind die Zahlen unterschiedlich. Allerdings ist der Anteil der betroffenen Menschen im Laufe der letzten Jahre angestiegen. Und: Jede betroffene Person ist eine zuviel!

Warum sind Menschen arm?

Jedes Schicksal hat seine eigene Geschichte. Von daher sind Verallgemeinerungen schwierig. Dennoch kann man einige Zusammenhänge feststellen. Für Kinder und Jugendliche steigt das Risiko, in Armut aufzuwachsen stark an, wenn eines dieser Merkmale auf ihre Familie zutrifft:

  • Ihre Eltern sind längere Zeit arbeitslos, besonders aufgrund mangelnder Ausbildung.
  • Sie wachsen mit nur einem Elternteil auf.
  • Ihre Eltern haben einen Migrationshintergrund. 

Das heißt natürlich nicht, dass diese Umstände automatisch zu Armut führen, aber das Risiko ist höher. Um das Risiko von Armut abzubauen, sind deswegen Bildung und der Zugang zum Arbeitsmarkt wichtig. Weiterhin braucht es gute Betreuungsmöglichkeiten, damit auch Alleinerziehende arbeiten können.

Was ist die Folge von Armut?

In Deutschland gibt es aufgrund der sozialen Sicherungssysteme nur sehr wenige Menschen, die in absoluter Armut leben, also hungern. Allerdings hat auch relative Armut Folgen, da die Betroffenen am Leben um sie herum nur eingeschränkt teilnehmen können. Für arme Kinder und Jugendliche ist es bei gleicher Eignung außerdem schwieriger, einen guten Schulabschluss zu erreichen und später einen Ausbildungsplatz zu finden. Sie werden oftmals nicht angemessen gefördert.
Besonders schwierig wird es, wenn die Armut über lange Zeit bestehen bleibt. Dann verfestigt sich die Armut und es wird immer schwerer, aus dieser Situation herauszukommen. Die Folge ist, dass Kinder und Jugendliche immer wieder die Erfahrung machen, dass sie von ihren Altersgenossen „abgehängt“ werden, die auf der „Überholspur“ leben. Allzu oft haben sie nicht die Möglichkeit, sich gemäß ihrer Potenziale zu entwickeln. Das ist nicht nur für die betroffenen Kinder und Jugendlichen eine Katastrophe, sondern auch für die Gesellschaft.

Quelle: http://aktion12.de